
Entwicklung der Immobilienpreise im Rhein-Erft-Kreis
Die Immobilienpreisentwicklung im Rhein-Erft-Kreis verzeichnet einen deutlichen Aufwärtstrend, durch die gestiegen Baupreise ist auch der Preis für Bestandsimmobilien weiter gestiegen. Der Baupreisindex für Wohngebäude ist bundesweit um 3,3% (Q1/2026 im Vergleich zu Q1/2025) gestiegen. Der bundesweite Baupreisindex liegt im 1. Quartal 2026 bei 137 (Basisjahr 2021 = 100).
In den letzten 20 Jahren sind die Bodenrichtwerte und auch die Immobilienpreise im Rhein-Erft- Kreis kontinuierlich gestiegen was auch an der gestiegenen Nachfrage auf ein begrenztes Angebot zurückzuführen ist.
In Pulheim, Hürth und Brühl sind die durchschnittlichen Bodenpreise 2026 auf über 300 €/qm gestiegen. Details können in der Tabelle weiter unten entnommen werden. Besonders Pulheim profitiert von der geografischen Nähe zu Köln, aufgrund der stark gestiegenen Immobilienpreise in Köln ist Pulheim für viele zu einer attraktiven Alternative geworden.
Aber auch in beliebten Gemeinden wie Bergheim, Hürth und Erftstadt haben sich im Fünf-Jahresrückblick die Quadratmeterpreise teilweise um bis zu 15 % erhöht.
Auch 2026 setzt sich diese Entwicklug fort, die immer noch relativ niedrigen Zinsen zur Baufinanzierung von etwa 4% (Anfang 2000 lagen die Zinsen bei etwa 6%) und die gestiegene Nachfrage nach Immobilien in ländlichen Lagen lassen die Immobilienpreise auch für Bestandsimmobilien weiter steigen.
Gleichzeitig sorgte die Corona-Pandemie dafür, dass viele Menschen vermehrt nach größeren Wohnflächen im Grünen suchten, was den Rhein-Erft-Kreis als attraktive Region stärkte.
Faktoren wie Inflation, gestiegene Baukosten und eine vorsichtigere Kreditvergabe wirken dämpfend auf das Wachstum. Trotzdem bleibt der Rhein-Erft-Kreis eine begehrte Region für Immobilienkäufer, was die Preisentwicklung auch zukünftig positiv beeinflussen dürfte.
Insgesamt zeigen die letzten drei Jahre eine klare Tendenz zu steigenden Immobilienpreisen, die durch wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklungen nachhaltig geprägt sind.
Der Bodenrichtwertindex (Mittelwert) für Wohnbaugrundstücke in Bedburg, Bergheim, Elsdorf, Erftstadt und Kerpen ist von 103,5 (2015) auf 183,4 (2025) gestiegen. Der Bodenrichtwertindex (Mittelwert) für Wohnbaugrundstücke in Pulheim, Frechen, Hürth, Brühl und Wesseling ist von 109,2 (2015) auf 211,2 (2025) gestiegen.
Insgesamt also eine Tendenz zu steigenden Immobilienpreisen, auch wenn die Preise im Rhein-Erft-Kreis in den letzen Jahren etwas moderater gestiegen sind als zwischen 2010und 2020.
Quelle: Grundstücksmarktbericht des Gutachterausschuss Rhein-Erft-Kreis
Immobilien Marktdaten Rhein-Erft-Kreis
Durchschnittspreise für Teileigentum im Rhein-Erft-Kreis (Mittelwerte) aus dem Grundstücksmarktbericht 2026
Erstverkauf Wiederverkauf
Außenstellplatz (Mittelwert): 15.300 € 8.800 €
Tiefgaragenstellplatz: 26.300 € 13.700 €
Quelle: Grundstücksmarktbericht Rhein-Erft-Kreis 2026, Datengrundlage sind die Jahre 2024 + 2025
Durchschnittspreise für Teileigentum im Rhein-Erft-Kreis (Mittelwerte) aus dem Grundstücksmarktbericht 2025
Erstverkauf Wiederverkauf
Außenstellplatz (Mittelwert): 14.400 € 9.400 €
Tiefgaragenstellplatz: 26.800 € 13.600 €
Quelle: Grundstücksmarktbericht Rhein-Erft-Kreis 2025, Datengrundlage sind die Jahre 2023 + 2024
Durchschnittliche Bodenrichtwerte Bedburg
2006 2008 2010 2012 2014 2016 2018 2020 2022 2024 2026
70 €/qm 73 €/qm 74 €/qm 73 €/qm 79 €/qm 89 €/qm 108 €/qm 113 €/qm 109 €/qm 109 €/qm 135 €/qm
Durchschnittliche Bodenrichtwerte Bergheim
2006 2008 2010 2012 2014 2016 2018 2020 2022 2024 2026
90 €/qm 93 €/qm 95 €/qm 94 €/qm 102 €/qm 115 €/qm 139 €/qm 146 €/qm 141 €/qm 141 €/qm 169 €/qm
Durchschnittliche Bodenrichtwerte Brühl
2006 2008 2010 2012 2014 2016 2018 2020 2022 2024 2026
189 €/qm 194 €/qm 199 €/qm 198 €/qm 213 €/qm 241 €/qm 290 €/qm 306 €/qm 296 €/qm 295 €/qm 309 €/qm
Durchschnittliche Bodenrichtwerte Elsdorf
2006 2008 2010 2012 2014 2016 2018 2020 2022 2024 2026
69 €/qm 71 €/qm 73 €/qm 72 €/qm 78 €/qm 88 €/qm 107 €/qm 112 €/qm 109 €/qm 108 €/qm 133 €/qm
Durchschnittliche Bodenrichtwerte Erftstadt
2006 2008 2010 2012 2014 2016 2018 2020 2022 2024 2026
91 €/qm 93 €/qm 96 €/qm 95 €/qm 102 €/qm 116 €/qm 140 €/qm 147 €/qm 142 €/qm 142 €/qm 165 €/qm
Durchschnittliche Bodenrichtwerte Frechen
2006 2008 2010 2012 2014 2016 2018 2020 2022 2024 2026
158 €/qm 163 €/qm 166 €/qm 165 €/qm 178 €/qm 201 €/qm 243 €/qm 256 €/qm 247 €/qm 247 €/qm 266 €/qm
Durchschnittliche Bodenrichtwerte Hürth
2006 2008 2010 2012 2014 2016 2018 2020 2022 2024 2026
192 €/qm 198 €/qm 203 €/qm 202 €/qm 217 €/qm 245 €/qm 296 €/qm 312 €/qm 302 €/qm 301 €/qm 324 €/qm
Durchschnittliche Bodenrichtwerte Kerpen
2006 2008 2010 2012 2014 2016 2018 2020 2022 2024 2026
92 €/qm 95 €/qm 97 €/qm 96 €/qm 104 €/qm 117 €/qm 142 €/qm 149 €/qm 144 €/qm 144 €/qm 165 €/qm
Durchschnittliche Bodenrichtwerte Pulheim
2006 2008 2010 2012 2014 2016 2018 2020 2022 2024 2026
195 €/qm 201 €/qm 205 €/qm 204 €/qm 220 €/qm 248 €/qm 300 €/qm 315 €/qm 305 €/qm 304 €/qm 317 €/qm
Durchschnittliche Bodenrichtwerte Wesseling
2006 2008 2010 2012 2014 2016 2018 2020 2022 2024 2026
178 €/qm 184 €/qm 188 €/qm 187 €/qm 201 €/qm 227 €/qm 247 €/qm 289 €/qm 279 €/qm 278 €/qm 292 €/qm
Bodenrichtwerte sind lediglich Richtwerte, der Bodenwert ist sachverständig zu ermitteln.
Quelle: Grundstücksmarktbericht Rhein-Erft-Kreis
Max. Bodenrichtwert zum 1.1.2026:
Bedburg: 330 €/qm
Bergheim: 600 €/qm
Brühl: 660 €/qm
Stichtag des Bodenrichtwerts: 1.1.2026 Quelle: Oberer Gutachterausschuss für Grundstückswerte im Land Nordrhein-Westfalen
Baupreisindex für Wohngebäude bundesweit +3,3% für Q1/2026 (Veränderungsrate gegenüber dem Vorjahresquartal in %)
Häuserpreisindex bundesweit +3,0% für Q4/2025 (Veränderungsrate gegenüber dem Vorjahresquartal in %)
Quelle: Statistisches Bundesamt
Baupreisindex für Wohngebäude Nordrhein-Westfalen Stand 2/2026 133,8 = +2,7 % gegenüber 2/2025
Baupreisindex für Bürogebäude Nordrhein-Westfalen Stand 2/2026 135,4 = +2,9 % gegenüber 2/2025
Baupreisindex für gewerbliche Betriebsgebäude Nordrhein-Westfalen Stand 2/2026 134,5 = +2,7 % gegenüber 2/2025
Quelle: Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen
Bedburg: Durchschnittspreis Häuser 2.838,00 €/qm, Wohnungen 2.619,50 €/qm Q2/2026
Bedburg: Durchschnittspreis Häuser 2.849,50 €/qm, Wohnungen 2.574,50 €/qm Q2/2024
Bergheim: Durchschnittspreis Häuser 3.173,00 €/qm, Wohnungen 2.400,50 €/qm Q2/2026
Bergheim: Durchschnittspreis Häuser 3.049,50 €/qm, Wohnungen 2.550,50 €/qm Q2/2024
Elsdorf: Durchschnittspreis Häuser 2.778,50 €/qm, Wohnungen 2.605,00 €/qm Q2/2026
Elsdorf: Durchschnittspreis Häuser 2.742,50 €/qm, Wohnungen 2.438,50 €/qm Q2/2024
Pulheim: Durchschnittspreis Häuser 4.221,00 €/qm, Wohnungen 3.660,50 €/qm Q2/2026
Pulheim: Durchschnittspreis Häuser 3.977,5 €/qm, Wohnungen 3.564,5 €/qm Q2/2024
Quelle: Angebotspreise aus Immobilienportalen
Bevölkerungsdichte* Elsdorf Fläche 6 617 ha
1994 1999 2004 2009 2014 2019 2024
21 358 21 767 21 799 21 172 21 083 21 807 21 424
Bevölkerungsdichte* Bergheim Fläche 9 634 ha
1994 1999 2004 2009 2014 2019 2024
60 356 62 661 63 509 62 143 59 656 61 601 61 611
Bevölkerungsdichte* Bedburg Fläche 8 041 ha
1994 1999 2004 2009 2014 2019 2024
22 950 24 190 24 861 24 782 23 037 23 658 25 316
Bevölkerungsdichte* Brühl Fläche 3 612 ha
1994 1999 2004 2009 2014 2019 2024
43 426 43 849 44 010 44 259 43 995 44 126 45 555
Bevölkerungsdichte* Erftstadt Fläche 11 989 ha
1994 1999 2004 2009 2014 2019 2024
47 908 50 298 51 201 50 754 49 179 50 010 48 772
Bevölkerungsdichte* Frechen Fläche 4 506 ha
1994 1999 2004 2009 2014 2019 2024
45 469 46 524 48 654 49 752 51 510 52 439 52 309
Bevölkerungsdichte* Hürth Fläche 5 122 ha
1994 1999 2004 2009 2014 2019 2024
52 347 53 128 55 001 57 501 57 925 59 731 62 160
Bevölkerungsdichte* Kerpen Fläche 11 396 ha
1994 1999 2004 2009 2014 2019 2024
61 051 62 608 64 095 64 669 64 171 66 702 66 585
Bevölkerungsdichte* Pulheim Fläche 7 215 ha
1994 1999 2004 2009 2014 2019 2024
50 970 52 764 53 884 53 842 53 345 54 194 56 150
Bevölkerungsdichte* Wesseling Fläche 2 337 ha, davon Wohnbau-, Industrie- und Gewerbefläche: 801 ha = 34,3 %
1994 1999 2004 2009 2014 2019 2024
32 925 34 714 35 859 35 144 35 547 36 347 38 106
* Bevölkerungsfortschreibung auf Basis Volkszählung 1987, Zensus 2011 und Zensus 2022, Flächenangaben Stand 31.12.2024
Quelle: Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen
Welche Faktoren beeinflussen die Immobilienpreise im Rhein-Erft-Kreis?
Die Immobilienpreise im Rhein-Erft-Kreis werden von folgenden Faktoren beeinflusst:
1. Finanzierung und Wirtschaft: Die Höhe der Finanzierungszinsen, die Inflationsrate, aber auch die Arbeitsmarktsituation und das Einkommen entscheiden darüber, wie hoch der Anteil der Bevölkerung ist, die sich eine Immobilie leisten können.
2. Höhe der Baukosten: Steigende Baukosten für Neubauten ziehen auch Bestandsimmobilien mit sich und erhöhen deren Preis. Durch steigende Baukosten werden Bestandsimmobilien zur attraktiven Alternative für Wohnungssuchende. Die Nachfrage nach Bestandsimmobilien steigt und so steigt tendenziell auch der Preis für Bestandsimmobilien.
3. Makro- und Mikrolage: Dazu gehören die Entwicklung der Infrastruktur, das Angebot an Arbeitsplätzen, die Wirtschaftskraft einer Region und die Entwicklung des unmittelbaren Wohnumfelds.
4. Regionals Wachstum und Demografie: In wirtschaftlich starken Regionen steigt die Nachfrage nach Wohnraum durch den Zuzug von Bevölkerung. In wirtschaftlich schwachen Regionen sinkt die Nachfrage aufgrund von Wegzug.
Wie hoch sind die durchschnittlichen Quadratmeterpreise für Eigentumswohnungen im Rhein-Erft-Kreis?
Die durchschmittlichen Quadratmeterpreise für Eigentumswohnungen im Rhein-Erft-Kreis können auf der Website German Real Estate Index (GreiX) eingesehen werden.